15. März 2017

Kunstprojekt lädt im Reformationsjahr zum Perspektivwechsel ein


Die rheinische Kirche hat Konstantinos Angelos Gavrias und Christian Jendreiko sowie Kristina Stoyanova mit ihrem Kunstpreis 2017 ausgezeichnet. Die mit insgesamt 3000 Euro dotierte Auszeichnung ist Teil des Kunstprojekts „reFORMation – transFORMation“ zum Reformationsjubiläum.

Elf international bekannte Künstlerinnen und Künstler waren eingeladen, ihre Vision von Reformation und Veränderung zu gestalten und sich um den „EKiR-Kunstpreis 2017“ zu bewerben. Die Kunstwerke sind bis 5. April in einer Ausstellung in der Düsseldorfer Johanneskirche zu sehen.

Präses Manfred Rekowski überreichte den Kunstpreis im Rahmen der heutigen Vernissage. Gavrias überzeugte die fünfköpfige Jury mit einer modernen Interpretation der Versuchung Christi. Jendreiko hat eine Sprech-Performance für einen Chor entwickelt, gleichsam eine soziale Plastik. Stoyanova hat den Preis für ihren Neon-Schriftzug „God is an woman and she knows how to dance“ erhalten, der auf moderne Gottesbilder sowie ein Zitat von Friedrich Nietzsche anspielt.

Der Jury gehörten an: Holger Hagedorn, Künstler und Kurator der Ausstellung, Dr. Gregor Jansen, Direktor der Kunsthalle Düsseldorf, Pfarrer Thorsten Nolting, Vorsitzender des Vorstands der Diakonie Düsseldorf, Susanne Titz, Direktorin des Museums Abteiberg in Mönchengladbach sowie Prof. Dr. Frank Günter Zehnder, Direktor der internationalen Kunstakademie in Heimbach in der Eifel.

„Mich beeindruckt die Vielfalt der Arbeiten, sie spiegeln auch die Vielfalt der Künstlerinnen und Künstler wider“, sagte Präses Manfred Rekowski zur Eröffnung der Ausstellung. „Gemeinsam fragen sie nach notwendigen Prozessen des Wandels, der Veränderung und nach dem, was sich darin festzuhalten lohnt. Indem ihre Arbeiten hier – unter dem Dach der Kirche – gemeinsam ausgestellt werden, treten sie gleichsam auch untereinander in einen Dialog. Und sie wollen uns, die Betrachter, in dieses Gespräch hineinziehen. Sie laden ein zu geduldigem Hinschauen, zu einem Perspektivwechsel, zum Staunen, Nachsinnen und intensivem Austausch.“

Die Ausstellung ist in der Düsseldorfer Johanneskirche noch bis 5. April zu sehen und wandert im Anschluss in fünf Stadt- und Kulturkirchen sowie ins Landeskirchenamt der rheinischen Kirche in Düsseldorf.

Zum Kunstprojekt „reFORMation – transFORMation“ hat die rheinische Kirche einen multimedialen Pageflow erstellt: 2017.ekir.de/kunst.



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