02. Mai 2017

Evangelische Kirche veröffentlicht Leitfaden zum Reformationsjubiläum


Welche Impulse gehen 500 Jahre nach der Reformation von ihr für unser heutiges Leben aus? Was bedeutet es heute evangelisch zu sein? Und wie feiern wir dieses Jubiläum? Diese und andere Fragen zum Reformationsjubiläum 2017 beantwortet eine Broschüre der EKD.

Titel:  „Das Reformationsjubiläum 2017 feiern“ unter dem Leitwort „Besonnen, gerecht und fromm in dieser Welt leben!“

Das 36-seitige Heft richtet sich an alle Menschen, die mehr über die Reformation und ihre Bedeutung für unser Leben in Kirche und Gesellschaft erfahren möchten.
„Uns geht es darum zu zeigen, was eine protestantische Lebenshaltung eigentlich heute heißen kann: innere Freiheit und Hinwendung zum Nächsten, aus Gottvertrauen leben und Orientierung aus der Bibel schöpfen - demütig und wo nötig auch kämpferisch“, erläuterte die stellvertretende Ratsvorsitzende Präses Annette Kurschus bei der Präsentation der Broschüre in Berlin. Mit alltagsnaher Sprache und in knappen Kernsätzen werde in dem Heft „der Protestantismus auf den Punkt gebracht.“

Für den Kulturbeauftragten der EKD, Johann Hinrich Claussen, kommt in dem Reformations-Begleiter eine evangelische Orientierung zum Ausdruck, die nichts an ihrer Kraft verloren habe. „Eine Frömmigkeit, die Menschen bildet, kulturelle Prägekraft entwickelt und geistlich beheimatet, ist ein Gewinn für die ganze Gesellschaft“, so Claussen. „Ein Glaube, der Widerstandskräfte gegen Machtmissbrauch und Ungerechtigkeit stärkt“, sei heute mehr denn je notwendig.

Am 31. Oktober 1517 soll Martin Luther seine 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche Wittenberg geschlagen haben. Dies gilt als ein zentraler Ausgangspunkt der weltweiten Reformationsbewegung. Daran erinnern in diesem Jahr Christinnen und Christen in aller Welt.  Einer der Höhepunkte des Reformationssommers in Deutschland wird das Himmelfahrtswochenende 2017 sein. Zum Deutschen Evangelischen Kirchentag in Berlin ab dem 24. Mai werden mehr als 100.000 Teilnehmende erwartet. Bei den sechs „Kirchentagen auf dem Weg“ in acht mitteldeutschen Städten machen Tausende Menschen Station auf dem Weg nach Lutherstadt Wittenberg. Gemeinsam treffen sich die Teilnehmenden der Kirchentage zum Festwochenende: Höhepunkt ist am Sonntag, 28. Mai, ein großer Festgottesdienst auf den Elbwiesen südlich von Wittenberg mit dem südafrikanischen Erzbischof Tabor Makgoba.


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