24. März 2021

Präses Latzel: Verbundenheit mit Jüdinnen und Juden


Der neue Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Thorsten Latzel, hat bei seinem Antrittsbesuch bei der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf die Verbundenheit mit Jüdinnen und Juden unterstrichen.

Die Pandemie mache eine zentrale Botschaft des Pessach-Festes bewusst: wie kostbar und wie wenig selbstverständlich Freiheit sei, sagte Latzel.

Gleichzeitig sei die Befreiung aus Ägypten ein zutiefst gemeinschaftliches Erlebnis, erklärte der leitende Theologe der zweitgrößten Landeskirche. Freiheit sei „nicht mit Egoismus zu verwechseln, sondern Ausdruck eines tiefen Zusammenhalts.“

Wegen der Corona-Pandemie fand der Besuch nicht im jüdischen Gemeindezentrum statt, sondern vor dem koscheren Supermarkt „Lechaim“ in Düsseldorf. Anlass war das bevorstehende Pessach-Fest der Jüdinnen und Juden. Das am Wochenende gefeierte Fest erinnert an den Auszug aus Ägypten und an die Befreiung der Israeliten aus der Sklaverei.

Der neue Präses der rheinischen Kirche, der seit Samstag im Amt ist, wünschte sich beim Besuch der jüdischen Gemeinde, „dass wir als Christen und Juden gemeinsam weiter den Gedanken wachhalten, wie kostbar Freiheit ist, dass Freiheit und Gemeinschaft zusammengehören, und dass die Vergangenheit immer wieder der Vergegenwärtigung bedarf“. Im Rahmen der Aktion „Pessach auf Rädern“ nahm der 50-jährige Theologe sein persönliches Pessach-Paket in Empfang.

Oberrabbiner Raphael Evers nannte den Pessach-Feiertag ein sehr wichtiges Fest im Judentum. Der Vorstandsvorsitzende der Jüdischen Gemeinde, Oded Horowitz, unterstrich, dass der Jüdischen Gemeinde mit Latzel eine vertrauensvolle Zusammenarbeit bevorstehe wie mit dessen Amtsvorgänger Manfred Rekowski. Zudem sei die Jüdische Gemeinde dankbar, „dass wir eine christlich-jüdische Freundschaft mit der Evangelischen Kirche im Rheinland führen“, erklärte Horowitz im Vorfeld des Antrittsbesuchs.





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