22. Juli 2021

Malstatter-Kinderrechte-Sommer: KIBIZ gestaltet mit Kindern im Unteren Malstatt Straße der Kinderrechte


Das Kinderbildungszentrum Malstatt (KIBIZ) und das Stadtteilbüro haben in einer Sommerferienaktion auf dem Saarbrücker Kirchberg eine „Straße der Kinderrechte“ gestaltet.

Heute wurde die Ausstellung unter freiem Himmel von Regionalverbandsdirektor Peter Gillo und Diakonie Saar-Geschäftsführer Udo Blank offiziell eröffnet.

 

„Noch immer steht die explizite Aufnahme der Kinderrechte in das deutsche Grundgesetz aus. Umso wichtiger ist es, dieses Thema durch Aktionen wie die Straße der Kinderrechte direkt vor Ort und niedrigschwellig zu kommunizieren. Jedoch gab es zuletzt grünes Licht im Bundestag für eine Modernisierung des Kinder- und Jugendstärkungsgesetzes. Kinder und Jugendliche aus einem belastenden Lebensumfeld werden dadurch besser geschützt und haben mehr Chancen auf Teilhabe“, betonte Regionalverbandsdirektor Peter Gillo bei der Eröffnung.

 

An Bäumen auf dem Kirchberg sind die verschiedenen Rechte von Kindern, die 1989 in der Konvention der Vereinten Nationen festgeschrieben wurden, jetzt für alle Menschen sichtbar: „Kinder haben das Recht auf Bildung. Kinder haben das Recht, Gedanken und Gefühle frei zu äußern. Kinder haben das Recht auf Familie. Kinder haben ein Recht auf Ruhe, Freizeit und Spiel.“

 

Drei Tage lang sägten, malten und bastelten die Kinder unter Anleitung der Diakonie-Mitarbeitenden des KIBIZ und des Stadtteilbüros. Dabei setzten sie sich mit den verschieden Rechten auseinander. Alma aus der zweiten Klasse beispielsweise betonte zu dem Recht auf Familie, dass „Familie Zeit zusammen braucht.“ Jana sagte: „Es ist wichtig, dass wir Kinder in die Schule gehen, damit wir mehr Wissen haben.“ Acht Bäume sind jetzt thematisch dekoriert.

 

„Kinderrechte sichtbar machen, erklären und weitertragen und sie vor allem achten, das ist wichtig, nicht nur in Pandemiezeiten. Wir möchten die Kinder mit der Aktion ermutigen ihre Rechte wahrzunehmen und zu vertreten“, sagte Diakoniepfarrer Udo Blank und lobte die kreative Arbeit der Malstatter Kinder. Im KIBIZ werden die Kinderrechte tagtäglich gelebt: Die Mitarbeitenden achten auf das Wohl der Kinder, verhelfen ihnen zu Bildung und unterstützen, dass sie ihre Talente und Fähigkeiten entwickeln können. Hier können sie ihre Meinung sagen und Programm mitgestalten.

 

Seit September letzten Jahres findet beispielsweise einmal wöchentlich das „Kinderbüro“ statt. Hier können die Kinder Themen ansprechen, besprechen und Aktionen überlegen. So gab es beispielsweise bereits einen Spielplatz-Check, der von den Kindern organisiert war. „Mit dem Kinderbüro möchten wir das Demokratieverständnis stärken und die Kinder ermutigen, sich für Ihre Themen einzusetzen“, erklärte Sozialpädagogin Witkowska. Gleichzeitig erlebten die Kinder, dass es in der Einrichtung Ansprechpartner gibt, die sich mit den Kinderrechten auskennen.

 

Das KIBIZ wird finanziert durch den Regionalverband Saarbrücken, die Kinderhilfe e.V. Saar und Mitteln der Evangelischen Kirche. Die Räumlichkeiten stellt die Stadt Saarbrücken zur Verfügung.





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