28. Mai 2020
Christian Puschke zu einem aktuellen Thema:

Pfingsten


An Pfingsten feiern wir Gott. Gott als Heiligen Geist. Er ist schwer fassbar, denn der Geist weht, wo er will, wie der Wind.

An Pfingsten aber, 50 Tage nach der Auferstehung Jesu, erfüllte der Heilige Geist die Jünger und sie begannen öffentlich von Jesus zu predigen. So begann die Geschichte der Kirche.

 

Im Glaubensbekenntnis bekennen wir uns zu Gott, dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist. Nicht drei Götter bekennen wir so, sondern den einen Gott, der sozusagen auf drei verschiedene Weisen erfahrbar ist.

 

Als Vater und Schöpfer sehen wir ihn als allmächtigen Gott uns gegenüber.

Als Sohn erfahren wir ihn als Mensch.

Als Heiligen Geist erfahren wir Gottes gegenwärtiges Handeln.

 

Vielleicht ist der Glaube an Gott, dem Heiligen Geist, sogar die gewagteste Glaubensaussage. Denn manche biblischen Aussagen kann man so verstehen, dass Gott als Heiliger Geist in uns ist.

Römerbrief 5,5: „Die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsre Herzen durch den heiligen Geist, der uns gegeben ist.“

Römerbrief 8,9: „Ihr seid geistlich, wenn denn Gottes Geist in euch wohnt.“

 

Damit sind wir Menschen nicht gleich Gott. Aber wir sind doch aufgenommen in Gott, wenn er als Heiliger Geist in uns wohnt.

Das stellt eine ungeheure Aufwertung der Menschen dar. Sie sollte uns aber nicht übermütig machen, sondern vor allem Auftrag sein. Nämlich uns zu bemühen, dieser Aufwertung entsprechend zu leben.

„Denn welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder.“ Römerbrief 8,14


Pfarrer Christian Puschke

Pfarrer der 1. Pfarrstelle


Spechtweg 10
66333 Völklingen
Telefon: 06898 - 29 990 29




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