21. Mai 2026
Evangelische Kirche und Zentralrat der Juden wollen Austausch intensivieren
Bei einem Treffen in Berlin vereinbarten Delegationen der EKD und des Zentralrats der Juden, den regelmäßigen Austausch auszubauen. Themen waren Antisemitismus, Demokratiegefährdung und interreligiöser Dialog.
Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und der Zentralrat der Juden wollen ihren Austausch intensivieren. Anlässlich eines Treffens des Präsidiums des Zentralrats mit einer Delegation der EKD erklärte Zentralratspräsident Josef Schuster, der Austausch fördere „die gemeinsame Verbundenheit in einer Zeit, in der jüdisches Leben zunehmend aus der Öffentlichkeit gedrängt werden soll“.
Die Ratsvorsitzende der EKD, Kirsten Fehrs, sagte, der Austausch sei „ein deutliches Zeichen dafür, dass wir jegliche Form von Antisemitismus und Menschenverachtung ablehnen und weiter die Verständigung über ethische und politische Themen im Miteinander und für unsere Kirchen- und Synagogengemeinden suchen“.
Ein EKD-Sprecher erläuterte, dass es bislang keinen festen Turnus für die Gespräche zwischen der EKD und dem Zentralrat der Juden gibt. Beim Treffen am Mittwoch sollte ein solcher Turnus festgelegt werden.
Jüdisch-christliche Begegnungen gibt es auf unterschiedlichen Ebenen. Dazu zählen nach Angaben des EKD-Sprechers unter anderem die jährlichen Begegnungen des EKD-Rates mit den Rabbinerkonferenzen und der Austausch zwischen den Vorsitzenden der jeweiligen Räte.
Beim Treffen ging es den Angaben zufolge auch um die Angriffe auf Jüdinnen und Juden, die Bedrohungen für die Demokratie durch das Erstarken extremistischer Kräfte und den interreligiösen Dialog.
Thema waren zudem gesellschaftspolitische und ethische Fragen wie der neue Wehrdienst und Organspende.
Text: epd