Von der Idee zur Umsetzung und Auswertung – Mit KI den kompletten Workflow begleiten
Hybridworkshop (online oder vor Ort) für Interessierte mit Grundkenntnissen weiterlesen
Kaum zu glauben! Schon wieder neigt sich ein Jahr dem Ende zu und wir stehen an der Schwelle zu einem neuen. Ich frage mich in Anbetracht von Stress und Hektik: Wo ist nur die Zeit geblieben? Immer haben wir so vieles zu tun, im Privatleben, im Beruf. Ständig sind wir unterwegs. Die Zeit rast nur so davon.
Der Jahreswechsel ist ein guter Anlass, um einmal innezuhalten und Bilanz zu ziehen. Viele Fragen gehen uns durch den Kopf: Was war gewesen? Was ist gut gelaufen, was weniger? Wo haben wir Fehler gemacht? Was würden wir anders machen? Was haben wir an schönen Dingen erlebt wie eine Familienfeier oder ein Konzertbesuch. Was mussten wir alles verkraften an Schwerem wie eine Krankheit oder eine Verlusterfahrung. Auf unserem Lebensweg geht es mal bergauf, bergab. Auf Höhen folgen Tiefen und umgekehrt. Wir merken: Das, was vergangen ist, können wir nicht mehr ändern.
Ich stelle immer wieder fest, wie schnelllebig unsere Zeit geworden ist. Im digitalen Zeitalter jagt eine Nachricht schon die nächste. Hektisch heißt es Daumen hoch oder einen kurzen Kommentar schreiben. Die Eilmeldungen fliegen nur so über unser Handy hinweg. In kürzester Zeit wird uns mitgeteilt, was gerade so in der Welt passiert. Wir hören und sehen Hass, Gewalt und Krieg. Menschen stehen vor den Trümmern von Häusern in der Ukraine, traumatisiert von vielen leidvollen Erfahrungen. Menschen fliehen aus den Krisengebieten wie dem Gaza-Streifen. Durch das Machtgehabe von Diktatoren kommt neue Angst vor drohenden Kriegen auf und nur mit Schrecken denken wir an die Zukunft. Alle diese Dinge belasten uns, machen uns Angst. Sie lassen uns fragen: Was wird das neue Jahr bringen?
Eines ist sicher: Wir benötigen Halt und Begleitung, wenn wir neue Wege gehen. Werfen wir deshalb einen Blick in die Bibel. Damals wie heute erfahren Menschen Trost und Hilfe im Blick auf das, was Gott uns sagen möchte. Auf die Fragen: Was bleibt?“ und „Was hat eigentlich Bestand über die Zeiten hindurch?“ finden wir im 13. Kapitel des Hebräerbriefes die Worte: „Jesus Christus gestern, heute und derselbe auch in Ewigkeit“.
Wenn unsere Zeit immer schneller dahinfließt, wenn sich die Weltlage zuspitzt, wenn wir an unsere Grenzen geraten: Da ist einer, der geht mit. Er lässt uns nicht allein, sondern wir dürfen ihm vertrauen. Jesus Christus – dieser einfache Satz, der alle Zeiten umspannt, nämlich Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, tröstet und macht gleichzeitig Mut, diesen Weg nach vorne zu wagen und zu gehen. Denn was auch passiert: Er ist bei uns. Wenn nichts in der Welt Bestand hat, Jesu Worte haben es. Schon damals haben die Menschen an sie geglaubt und Trost empfunden. Heutzutage motivieren uns diese Worte über die allumfassende Liebe Gottes. Sie sind wie eine Brücke, sodass wir über sie getrost vom alten ins neue Jahr gehen können. Gerade in Zukunft wissen wir uns von solchen Worten getragen und gehalten.
Mit diesen Worten wünsche ich Ihnen und Ihren Lieben ein gesundes, friedvolles und gesegnetes neues Jahr.
Silke Gundacker ist seit dem 1. Juli 2025 Dekanin des Protestantischen Kirchenbezirks Zweibrücken, zu dem im Saarland die Stadt St. Ingbert, das Mandelbachtal und der Bliesgau gehören. Sie stammt ursprünglich aus Kirkel-Neuhäusel, ist verheiratet und hat zwei Kinder.